Schießt das Geld am Ende doch die Tore? Das sind einige der finanzstärksten Fußballvereine der Welt!

Der Fußball lebt von Tradition, vollen Stadien und Fans, die ihr gesamtes Herzblut in den Verein stecken. Gleichzeitig braucht es durch die fortschreitende Kommerzialisierung des beliebtesten Sports der Welt aber auch umfassende finanzielle Mittel, um vorne mit dabei zu sein. Geld schießt immer häufiger Tore, während andere wichtige Werte gerne in den Hintergrund rücken.

Dabei haben sich bestimmte Sponsoren als wahrer Geldsegen für Vereine entwickelt. Sportartikelhersteller und Anbieter von Sportwetten Österreich zahlen oft zweistellige Millionenbeträge, um bei den bekanntesten, beliebtesten und finanzstärksten Clubs einen Werbeplatz zu ergattern. Doch welche Vereine haben tatsächlich das meiste Geld? Im Folgenden sind die vier finanzstärksten Vereine aufgeführt.

Manchester City – Dauermeister der Premier League

Manchester City ist aktuell der finanzstärkste Club der Welt. Der Dauermeister der Premier League ist nicht nur weltweit bekannt, sondern hat über die Jahre hinweg auch ein unglaubliches Finanzimperium aufgebaut. Allem voran steht hier die City Football Group mit dem Inhaber Scheich Mansour bin Zayed Al Nahyan. Manchester City war bereits früh einer der Vereine, der sich offen kommerzialisiert hat, um neue Gelder zu beschaffen.

Bereits 2007 sorgte man mit dem Verkauf der Hauptanteile an Thailands Premierminister für Aufsehen. Der Haupteigentümer verlor aber schnell das Interesse und gab seine Anteile an die City Football Group ab, die den Verein bis heute innehat.

Doch schon längst nicht mehr ist der blaue Teil von Manchester von diesen Geldern abhängig. City konnte in den vergangenen Jahren mehrmals die Premier League gewinnen und sicherte sich somit TV-Rechte in Milliardenhöhe. Auch das Erreichen des Finales in der Champions League im Jahr 2021 spülte erneut zweistellige Millionenbeträge in den Verein.

Zudem hat man mit Etihad einen umfassenden Hauptsponsor, der sich für unglaubliche Summen nicht nur den Hauptplatz am Trikot, sondern auch die Namensrechte am Stadion gesichert hat. Das ehemalige City of Manchester Stadium dient als sichere Einnahmequelle für den Verein.

In den letzten Jahren haben sich zudem die Transferausgaben des Vereins etwas eingeschränkt. Trainer Pep Guardiola ist bereits seit mehreren Jahren am Werk und hat den großen Kaderumbruch längst vollzogen. Top-Talente wie Phil Foden und Weltklassespieler wie Erling Haaland kamen verhältnismäßig günstig zum Verein und dienen als weitere Wertanlage.

Real Madrid – Inbegriff des europäischen Top-Fußballs

Für viele Fußballfans ist Real Madrid der Inbegriff des europäischen Top-Fußballs. Die Königlichen sind Rekordsieger in der Champions League und zeigen auch in der spanischen Liga immer wieder Gala-Vorstellungen. Das weltweite Standing des Vereins hat sich über Jahrzehnte etabliert, weswegen Real Madrid nahezu jedem Menschen auf diesem Planeten ein Begriff ist.

Ein Fakt, dem sich natürlich auch die größten Unternehmen dieser Welt nicht verschließen können. Mit den Hauptsponsoren Adidas und Emirates hat der Fußballclub zwei zahlungskräftige Unternehmen an Bord geholt. Vor allem der Deal mit Adidas gilt als einer der größten in der Geschichte des Fußballs. Doch auch weitere Unternehmen wie BMW, Adobe und Coca-Cola bringen Millionen an Sponsorengelder ein.

Real Madrid hat dennoch hohe Schulden, die sich während der Saison 2019/20 noch auf über 200 Millionen Euro beliefen. Den Verbindlichkeiten standen aber regelmäßige Umsätze von mehr als 600 Millionen Euro gegenüber. Hauptverantwortlich für die Finanzstärke von Real waren aber auch die konstant guten Leistungen in der Champions League. In den letzten 14 Jahren konnte Real Madrid fünfmal als Sieger im Finale vom Platz gehen. Insgesamt kamen die Königlichen so auf sportliche Einnahmen von rund 450 Millionen Euro.

Der Schuldenberg wurde mittlerweile drastisch reduziert und beläuft sich „nur“ noch auf etwa 50 Millionen Euro. Nichtsdestotrotz zählt Real Madrid mit seinen wertvollen Spielern, den sportlich stabilen Einnahmen und einem umfassenden Sponsoring-Netzwerk zu den finanzkräftigsten Fußballclubs der Welt.

Bayern München – deutscher Rekord- und Serienmeister

Die Bayern sind der einzige Top-Verein in Europa, der nicht regelmäßig mit dem Financial Fair Play, hohen Schuldenbergen oder Vereinsübernahmen für neue Gelder Schlagzeilen macht. Die Münchner haben sich still und heimlich zu einem der reichsten Fußballvereine der Welt gemausert und können dank eines nahezu perfekten Businessplans jährliche Einnahmen von rund 600 Millionen Euro vorweisen. Durchaus beachtlich, wenn man bedenkt, dass die Deutsche Bundesliga deutlich weniger TV-Gelder abwirft wie beispielsweise die englische Top-Liga.

Klassisch dem Stereotyp der Deutschen entsprechend agiert der Verein sehr konservativ und hält sich bedeckt, wenn es um die Finanzen geht. Gleichzeitig macht er keine großen Sprünge, wenn es um die Verpflichtung von neuen Spielern geht. Auch wenn der Verein durchaus die Möglichkeit hätte, zahlreiche Stars für hohe Summen zu engagieren, hält man in München lieber den Ball flach, entwickelt eigene Talente oder holt zukünftige Stars für verhältnismäßig kleines Geld.

Natürlich spielt auch die Dominanz in der heimischen Liga eine wichtige Rolle. Die Prämie für den Gewinn der Deutschen Bundesliga ist in München eigentlich jedes Jahr fix verplant. Immerhin gibt es kaum ein Team, das dem deutschen Rekord- und Serienmeister gefährlich werden könnte.

FC Barcelona – trotz hoher Schulden und ohne Messi immer noch dabei

Lange Zeit war der FC Barcelona nicht nur in sportlicher, sondern auch in finanzieller Hinsicht ganz vorne mit von der Partie. Das langjährige Zugpferd Lionel Messi sorgte nicht nur für Interesse von Sponsoren aus aller Welt, sondern auch für regelmäßige Titel in der Champions League und der heimische LaLiga. Mit dem Abgang des Argentiniers ging es dann plötzlich auch wirtschaftlich bergab. Der FC Barcelona konnte weder national noch international seine Leistungen erbringen und musste durch das frühe Aus in der Champions League hohe Einbußen hinsichtlich der TV-Gelder hinnehmen.

Zwar lagen die Einnahmen während der Saison 2020/21 nach wie vor bei rund 580 Millionen Euro. Im Vergleich zur Saison davor entsprach dies aber einem Rückgang von knapp einem Drittel. Problematisch war hierbei, dass die laufenden Kosten nicht an das geschmälerte Budget angepasst wurden. Hohe Spielergelder, teure Neuverpflichtungen und ein Not-Deal mit Spotify haben für Aufregung gesorgt und das Camp Nou in ein schlechtes Licht gerückt.

Aktuell gilt der FC Barcelona als hochverschuldet, immer wieder werden Gerüchte rund um eine Insolvenz und verschiedenste Kredite laut. In diesem Jahr scheint es zumindest sportlich wieder etwas bergauf zu gehen. Die Katalanen führen die LaLiga an und scheinen den Hauptkonkurrenten aus Madrid bereits abgeschüttelt zu haben. Es bleibt zu hoffen, dass man beim FC Barcelona das Ruder herumreißen kann. Denn für alle Fußballfans wäre ein Untergang des Vereins ein herber Rückschlag.

Stand: 06/2023