Was ist die Casino-Marge (der Bankenvorteil) und wie wird sie berechnet?

Sicherlich kennen Sie das. Sie erzählen Ihren Freunden oder Kollegen, dass Sie einen Besuch ins Casino planen und irgendwer will Ihnen die Stimmung versauen. Dann heißt es: „Wozu? Das Casino gewinnt sowieso immer.“ Dann folgen ungläubige Blicke von verschiedenen Seiten und ein wissendes Nicken desjenigen, der die Behauptung in den Raum gestellt hat. Und siehe da. Wer genau hinsieht und sich vor der Realität nicht verschließt, muss sich eingestehen, dass er recht hat.

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Egal, ob Sie im https://mr.bet/at/casino/type/live oder ob Sie im landbasierten Casino dem gepflegten Spiel nachgehen – wenn man die blanke Statistik betrachtet, stimmt das. Die Bank gewinnt immer.

Die Bank gewinnt immer

Nun, ganz so drastisch formulieren wir es lieber nicht. Denn die Aussage gilt nur, wenn man alle Spiele und alle Spieler betrachtet, die über einen längeren Zeitraum und ohne Strategie gespielt haben. Zählt man alles zusammen, wird man feststellen, dass die Bank / das Casino mehr gewonnen hat als die Gesamtheit der Spieler. Der einfache Grund ist, dass die Bank ihre Angestellten bezahlen muss und jedes Spiel deshalb so gestaltet ist, dass das Risiko in etwa dem entspricht, was es zu gewinnen gibt. Ein Jackpot-Slot beispielsweise winkt mit unglaublichen Gewinnen. Die Chance, diesen Gewinn einzuheimsen ist aber minimal. Wer bei Roulette mit bescheidenen Mitteln spielt und möglichst ausgewogen wettet, wird zwar keine Unsummen gewinnen, aber eben auch nicht verlieren. Dafür hat man eine gewisse Sicherheit, zumindest eher häufig zu gewinnen. Und weil die Angestellten auch bezahlt werden müssen, sind die Gewinne immer ein klein wenig niedriger, wenn man sie am Risiko misst, das man eingeht. Deshalb sollte es eigentlich heißen: Die Bank darf sich bei jedem Spiel rein statistisch über einen Vorteil gegenüber dem Spieler freuen. Das klingt weniger spektakulär, ist aber korrekt.

So berechnet man den Bankenvorteil: Ein Beispiel

Nun stellt man sich berechtigterweise die Frage, wie man den Bankenvorteil berechnet. Denn irgendwie muss man diesen auch beziffern können. Und das kann man tatsächlich. Bei manchen Spielen ist das einfach, bei anderen ist das sehr kompliziert, bei anderen gar nur über unzählige Zufallsspiele per Statistik möglich. Wir wollen uns ein ganz einfaches Beispiel ansehen – anhand von Roulette.

Die meisten von uns kennen Roulette. Nehmen wir das französische Roulette. Es gibt die Zahlen von 1 bis 36, dazu noch die Null (Zero). Wird die Kugel in den sich drehenden Zylinder geworfen, entscheidet der Zufall, in welcher Kerbe – also bei welcher Zahl sie zu liegen kommt. Die statistische Wahrscheinlichkeit, dass sie beispielsweise auf der „1“ landet, ist 1:37 (das sind rund 2,7%). Absolut fair wäre nun folgendes. Man setzt einen Chip auf die „1“ und die „1“ gewinnt – man bekommt das 37-Fache des Einsatzes zurück. So nämlich könnte man auf Nummer sicher gehen und auf alle Zahlen des Spieltischs jeweils einen Chip legen. Man würde garantiert gewinnen und würde ohne Verlust und ohne Gewinn aussteigen. Das ist im Casino unerwünscht. Deshalb bekommt man im Gewinnfall „nur“ das 35-Fache mit dem Einsatz retourniert. Wer das ganze Spielfeld abdeckt, verliert somit automatisch einen Chip.

Sie denken, es wäre fairer, auf rot oder schwarz zu wetten? Nein. Nicht wirklich. Es gibt 18 rote und 18 schwarze Felder – und ein grünes (Zero). Wenn man auf „rot“ setzt und „rot“ gewinnt, bekommt man seinen Einsatz verdoppelt zurück. Wer auf „rot“ und „schwarz“ jeweils einen Chip legt, steigt neutral aus – es sei denn, die Null fällt. Dann verliert man beide. Die Gewinnchance liegt also bei 18:37, die Verlustwahrscheinlichkeit bei 19:37. Die Bank hat einen Vorteil von 1:37 – wieder 2,7%.

Egal, wie man es dreht und wendet. Die Bank hat immer einen kleinen Vorteil gegenüber dem Spieler.

Und bei anderen Spielen?

Das zieht sich durch alle Spiele, die im Casino angeboten werden. Ob Roulette, Kartenspiele, Würfelspiele, Rubbelkarten oder Slots. Überall ist der Spieler minimal im Nachteil. ABER man kann natürlich dennoch gewinnen. Es braucht eben eine Strategie. Nehmen wir Blackjack als Beispiel. Der Spieler weiß, dass der Dealer nach gewissen Regeln spielen muss. Zählt seine Hand zumindest 17 Punkte, ist Schluss. Er darf keine Karten mehr aufnehmen. Der Spieler hat die Qual der Wahl und kann sein Risiko so ein bisschen besser einschätzen. Und wer am Ende des Tischs sitzt, kann sogar grob abschätzen, ob tendenziell noch mehr niedrige oder hohe Karten im Umlauf sind, ob seine Chancen auf einen Gewinn eher höher oder niedriger sind. Das erfordert freilich ein schnelles Rechnen oder einen guten Überblick. Aber immerhin gibt es hier Möglichkeiten, die eigenen Chancen zu erhöhen. Bei Slots ist das ein wenig anders. Hier entscheidet der Zufall. Da hilft nur eines: beharrlich mit kleinen Einsätzen probieren und dann, wenn eine Glückssträhne kommt, den Einsatz erhöhen und das Beste hoffen. Zu sagen: „Das Casino gewinnt immer“ ist viel zu einfach und stimmt so nicht ganz. Jetzt wissen Sie auch, warum dem so ist.

Weitere Infos zu glücksspielrechtlichen Bestimmungen in Österreich findet man hier.

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Stand: 05/2024