Winterreifenpflicht 2019 - Regelungen in Österreich

In Österreich gilt eine Winterreifenpflicht für alle Kraftfahrzeuge. Von 01. November bis 15. April gilt in Österreich die allgemeine Winterreifenpflicht für KFZ-Fahrzeuge bei sogenannten "winterlichen Verhältnissen". Das bedeutet, bei Schnee, Matsch oder Eis auf der Fahrbahn.

Ist es ratsam die Winterreifen am eigenen Auto selbst zu wechseln oder sollte man in jedem Fall einen Fachmann aufsuchen? Und gibt es überhaupt eine Winterreifenpflicht? Alle Antworten und Tipps zu diese Fragen, sowie eine Anleitung zum Reifen selber wechseln findne Sie hier!

Mindestprofiltiefe für Winterreifen

Die Profiltiefe darf für Winterreifen in Österreich nicht unter 4,0 mm liegen. Für Diagonalreifen sogar nicht unter 5,0 mm. Die Messung der Tiefe muss im mittleren Bereich der Lauffläche erfolgen. Sind stark-abgenutzte Stellen vorhanden, muss dort gemessen werden.

Winterreifenpflicht in Österreich

Die Pflicht Winterreifen zu benutzen gibt es in Österreich seit Januar 2008 vom 1. November bis zum 15. April. Es gibt weiterhin den Zusatz bei winterlichen Verhältnissen. Das beinhaltet Schnee, Matsch und auch eine nasse Fahrbahn kann bei überfrierender Nässe zu Glatteis führen.

Fahrer von Kraftfahrzeugen bis 3,5 Tonnen dürfen bei winterlichen Verhältnissen nur fahren, wenn an allen Rädern auch Winterreifen angebracht sind.

Von 01. November bis 15. April gilt in Österreich die allgemeine Winterreifenpflicht für KFZ-Fahrzeuge bei sogenannten winterlichen Verhältnissen. Das bedeutet, bei Schnee, Matsch oder Eis auf der Fahrbahn.

Bei einem Verstoß gegen diese Vorschrift wird mit einer Geldbuße von 35 Euro geahndet. Hat der Fahrer jemanden dabei gefährdet, so kann es zu Strafen von bis zu 5000 Euro und einem Verwaltungsstrafverfahren kommen.

Wichtige Hinweise vor dem Montieren von Winterreifen

Bevor man die Winterreifen selbst montiert sollte man auf einige Dinge achten. Falls sie neu gekauft werden, müssen sie selbstverständlich die richtige Größe für das Auto haben. Welche Größe benötigt wird, kann man schnell in den Fahrzeugpapieren finden.

Reifen zum Überwintern richtig lagern

Falls man sie zwischengelagert hat, sollte dies auf richtige Art und Weise geschehen sein. Die falsche Lagerung kann Schäden verursachen. Also am besten immer an einem dunklen, kühlen und trocknen Ort oder gegen einen kleinen Aufpreis in der Werkstatt des Vertrauens.

Hat man die Winterreifen schon einige Zeit gefahren, dann sollte man vor dem Aufziehen die Profiltiefe überprüfen und gegebenenfalls die Reifen austauschen. Hat man alle wichtigen Voraussetzungen erfüllt, so kann es an den Reifenwechsel gehen.

Es gelten strenge Regelungen, welche Winterreifen auch als solche gelten. Auf der Seite der Reifen muss M + S (oder eine ähnliche Bezeichnung) stehen. Weiterhin muss die Tiefe des Profils über die gesamte Breite des Reifens mehr als 4 mm betragen. Die Kennzeichnung durch eine Schneeflocke oder ein anderes Symbol wird nicht als Winterreifen anerkannt.

Winterreifen montieren (Anleitung)

Eine Schritt-für-Schritt Anleitung zum Winterreifen selbst montieren und wechseln finden Sie hier:

Zu erst benötigt man für einen erfolgreichen Reifenwechsel das richtige Werkzeug. Es ist nicht viel, was man braucht, aber im Auto findet man es gewöhnlich nicht ohne weiteres vor. Man benötigt einen hydraulischen Wagenheber, ein Radkreuz, einen Drehmomentschlüssel, eine Drahtbürste und einen Unterstellblock.

1. Auto vorbereiten und absichern

Der erste Schritt besteht darin einen ebenen Untergrund für den Wechsel der Reifen zu finden. Am besten eignen sich hierfür Asphalt oder Beton. Dieser Untergrund sorgt für einen sicheren Stand des Wagenhebers. Nun sollte das Auto vor dem Wegrollen gesichert werden. Das macht man, in dem man einen Gang einlegt - bei Automatik "P" - und die Handbremse fest anzieht.

2. Reifen markieren

Der zweite Schritt ist das Markieren der Reifen, die nun demontiert werden. Es muss nämlich immer seitengleich, achsweise ausgetauscht werden. Man kann diese mit Kreide oder kleinen Anhängern markieren - da bleibt viel Raum für Fantasie.

3. Auto mit Wagenheber anheben

Als nächstes nimmt man das Radkreuz und löst die Schrauben. Das Auto sollte dazu noch auf dem Boden stehen. Anschließend kommt der Wagenheber ins Spiel. In der Betriebsanleitung werden die Punkte dargestellt, an denen man den Heber am besten ansetzen sollte, um das Auto nicht zu beschädigen.

Der Wagen sollte nur soweit angehoben werden, dass das ausgewählte Rad knapp über dem Boden schwebt. Je höher man den Heber einstellt, desto instabiler wird die ganze Angelegenheit. In diesem Fall ist weniger also mehr. Zur Sicherheit stellt man jetzt mindestens einen Unterstellblock unter dann Auto. Das dient der Sicherheit, dass das Auto nicht vom Heber springt, falls dieder nachgibt oder eine Person am Fahrzeug wackelt.

4. Schrauben ausdrehen und Reifen abmontieren

Jetzt werden alle lockeren Radschrauben ganz herausgedreht. Anschließend nimmt man den Reifen ab und legt es sorgsam beiseite. Es ist anschließend wichtig, die Flächen der Auflage mit einer geeigneten Drahtbürste von Rost zu befreien.

5. Winterreifen montieren

Jetzt ist es endlich soweit: der Winterreifen kann montiert werden. Dazu muss dieser an die Achse gesetzt werden, dann schraubt man den Radbolzen handfest hinein. Alle Schrauben müssen mit dem Radkreuz so angezogen werden. Danach wird der Wagen auf den Boden herunter gelassen und nicht vergessen, die Radschrauben müssen jetzt sofort mit dem Drehmomentschlüssel fest nach den Vorgaben des Hersteller angezogen werden.
Vor und nach dem Wechsel der Reifen empfiehlt es sich, den Luftdruck zu kontrollieren.

Es ist ebenfalls wichtig die Schrauben nach 50 bis 100 Kilometern zu prüfen und eventuell nachzuziehen.

Fachmann oder Fachwerkstatt - die sichere Alternative?

Sollte man nicht lieber einen Fachmann aufsuchen, um seine Reifen wechseln zu lassen? Diese Frage kann man verschieden beantworten und es wird immer Befürworter und Gegner geben. Ein Reifenwechsel bei einem Fachmann läuft ohne eigene Anstrengungen und ohne Probleme ab.

Jemand, der zum ersten Mal einen Reifen wechseln möchte, wird das sicher nicht in der Zeit eines Profis schaffen. Zunächst muss das Werkzeug gekauft werden, welches man für den Wechsel benötigt. Das ist erstmal eine Anschaffung, die sich nach einigen Malen jedoch bezahlt macht.

Auf Dauer spart man ordentlich Geld, wenn man den Wechsel zwei Mal pro Jahr umgehen kann. Doch wie steht es mit der Sicherheit? Wenn man alle Schritte sorgsam ausführt und sich eventuell ein weiteres Paar Augen dazu holt, dann werden die Reifen auch nicht beim Fahren "abfallen". Für Personen, die zwei linke Hände haben, ist der Fachmann wohl die bessere Alternative. Für Personen, die Freue am herum schrauben haben, ist der Wechsel der Reifen wohl eine nette Abwechslung.

Das Fazit ist also: man ohne weiteres seine Reifen selbst wechseln kann, der Gang zum Fachmann jedoch auch nicht verkehrt ist.

Stand: 04/2019